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„Wider das Vergessen – für ein vereintes Europa!“

38 Schüler der Geschichts- und Französischkurse aus den Jahrgängen 10 bis 13 der Friedensschule fuhren nach Verdun und Luxemburg, um sich eine Vorstellung von dem zu machen, was einige Historiker als „die Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts“ bezeichnen. Gerade die humanitäre Katastrophe im Stellungskrieg um Verdun, bei der nach Schätzungen 300.000 Menschen getötet wurden und rund 400.000 Menschen aufgrund der Folgen ihr Leben verloren, brannte sich in das kollektive Gedächtnis der Menschen als Symbol für die Entmenschlichung des Krieges ein. Was das bedeutet, konnten die Schüler zunächst bei einer vierstündigen Besichtigung der „Citadelle“ erfahren, die bis heute für den Widerstand der gesamten französischen Nation steht. „Schauderhaft!“, so die Reaktion eines Schülers während der interaktiven audio-visuellen Führung in den unterirdischen Gängen. „Das macht einem die Grausamkeit des Krieges noch viel bewusster.“ Die Besichtigung der Schlachtfelder, auf denen noch heute menschliche Gebeine und Kriegsmunition gefunden werden, beeindruckte durch die immer noch sichtbaren Einschlagstellen der unfassbar vielen Granaten, die Verdun fast völlig zerstörten. Anschließend besuchten die Schüler das Gebeinhaus von Douaumont, in dem sich die Gebeine von 130.000 nicht identifizierten Soldaten der Schlacht um Verdun befinden, war die emotional ergreifendste Gedenkstätte für alle Teilnehmer dieser Fahrt. Zum Schluss hatten die Schüler die Gelegenheit, das Fort Vaux zu besichtigen, in welchem sich vor der Zerstörung durch die deutschen Eroberer schreckliche Kampfszenen zugetragen haben mussten. „Aus der Geschichte lernen, heißt Konsequenzen für die Zukunft zu ziehen. Deshalb planten wir die Fahrt von Verdun nach Luxemburg“, erklärt Elisabeth Blum, die Initiatorin des Projekts. „Jetzt stand die Idee von einer friedlichen, wirtschaftlichen und politischen Gemeinschaft der europäischen Völker im Vordergrund“. Während einer selbst organisierten Stadtführung sahen die Schüler wichtige Plätze und Gebäude der Stadt wie beispielsweise das europäische Viertel Plateau Kirchberg und den Palast des Großherzogs. Außerdem besichtigten alle die Kathedrale von Notre-Dame de Luxembourg, die durch ihre Größe und Gestaltung im Inneren beeindruckt. „So ein Projekt macht Geschichte lebendig“, war das Fazit eines Oberstufenschülers. Das nehmen die Lehrkräfte der Friedensschule gerne auf und planen eine ähnliche Studienfahrt für das nächste Schuljahr.

Verdun

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